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Unterstützungsformen erklärt

Es gibt verschiedene Formen psychischer Unterstützung – hier erfährst du, was sie unterscheidet.

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Psychotherapeut:in

Wenn du dir vor allem Gespräche, therapeutische Unterstützung und eine gemeinsame Aufarbeitung deiner Belastungen wünschst, bist du hier richtig. In dieser Kategorie findest du Berufsgruppen, die psychische Erkrankungen mit psychotherapeutischen Verfahren behandeln. Dazu gehören approbierte Psychotherapeut:innen nach dem heutigen Psychotherapeutengesetz ebenso wie ältere, weiter gültige Berufsbezeichnungen. Auch einige ärztliche Fachgruppen können hier auftauchen, wenn sie psychotherapeutisch arbeiten. Nichtärztliche Psychotherapeut:innen verschreiben keine Medikamente, ärztliche Behandler:innen in dieser Gruppe dagegen schon.

Darunter fallen:

  • Psychotherapeut:in
  • Psychotherapeut:in (nach neuem PsychThG)
  • Psychologische:r Psychotherapeut:in
  • Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut:in
  • Ärztliche:r Psychotherapeut:in
  • Fachärzt:in für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
  • Fachärzt:in für Psychiatrie und Psychotherapie
  • Fachärzt:in für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie
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Psychiater:in

Wenn du dir eine medizinische Abklärung oder eine Behandlung mit Medikamenten wünschst, ist diese Kategorie meist die passendere Wahl. Hier findest du ärztliche Berufsgruppen, die psychische Erkrankungen diagnostizieren, körperliche Ursachen mitberücksichtigen und Medikamente verordnen können. Viele dieser Fachärzt:innen bieten zusätzlich auch Gespräche oder Psychotherapie an.

Darunter fallen:

  • Fachärzt:in für Psychiatrie und Psychotherapie
  • Fachärzt:in für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie
  • Ärztliche:r Psychotherapeut:in
  • Fachärzt:in für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
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Tagesklinik

Eine Tagesklinik ist eine gute Option, wenn du intensivere Unterstützung brauchst, aber weiterhin zu Hause schlafen möchtest. Du verbringst den Tag in der Klinik und nimmst dort an verschiedenen therapeutischen Angeboten teil. Abends und am Wochenende bist du wieder in deinem vertrauten Alltag.

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Selbsthilfegruppe

In einer Selbsthilfegruppe treffen sich Menschen, die mit ähnlichen Themen oder Herausforderungen leben. Dort geht es vor allem um ehrlichen Austausch, gegenseitiges Verständnis und Unterstützung auf Augenhöhe. Die Gruppen werden meist von Betroffenen oder Angehörigen selbst organisiert und in der Regel nicht therapeutisch geleitet.

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Warum findet man hier keine Heilpraktikerinnen, Berater:innen oder Coaches?

PsychoBerlin listet ausschließlich Angebote, die unter das Heilberufsrecht fallen – also Berufsgruppen, die staatlich reglementiert sind und psychotherapeutische Behandlung im gesetzlichen Sinne anbieten dürfen. Dazu gehören approbierte Psychotherapeut:innen, Ärzt:innen mit psychotherapeutischer Qualifikation sowie Tageskliniken und Selbsthilfegruppen.

Heilpraktiker:innen (Fachrichtung Psychotherapie), psychologische Berater:innen und Coaches sind hingegen nicht approbiert und dürfen keine Psychotherapie im rechtlichen Sinne durchführen. Ihre Angebote können bei Lebenskrisen oder zur persönlichen Weiterentwicklung sinnvoll sein – sie setzen jedoch keine geschützte Ausbildung voraus und unterliegen keiner staatlichen Fachaufsicht. Bei psychischen Erkrankungen empfehlen wir daher, ausschließlich approbierte Fachkräfte aufzusuchen.

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Warum werden Tageskliniken und Selbsthilfegruppen gelistet?

Tageskliniken sind ärztlich geleitete, multiprofessionelle Einrichtungen, die als zugelassene Krankenhäuser im Rahmen des SGB V arbeiten. Sie bieten intensive psychiatrische und psychotherapeutische Behandlung in einem strukturierten Tagesprogramm – ohne stationäre Aufnahme. Die Behandlung erfolgt durch approbierte Ärzt:innen und Psychotherapeut:innen und wird vollständig von den Krankenkassen finanziert.

Selbsthilfegruppen sind ein evidenzbasierter Bestandteil der psychischen Gesundheitsversorgung. Sie werden von den gesetzlichen Krankenkassen gemäß § 20h SGB V ausdrücklich anerkannt und finanziell gefördert. Zahlreiche Studien belegen, dass Selbsthilfe die professionelle Behandlung wirksam ergänzt, Rückfallraten senkt und die Lebensqualität Betroffener nachhaltig verbessert. Im Berliner Versorgungssystem spielen sie eine wichtige Rolle als niedrigschwelliges Angebot neben der ambulanten und teilstationären Versorgung.

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