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Therapieverfahren im Vergleich

Die gesetzliche Krankenversicherung erkennt vier Therapieverfahren an. Hier siehst du die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick.

mindfulness

Analytische Psychotherapie (Psychoanalyse)

Geht am tiefsten und langfristigsten in die Lebensgeschichte.

Diese Therapie geht besonders tief und nimmt sich Zeit. Im Mittelpunkt stehen unbewusste Muster, alte innere Konflikte und prägende Beziehungserfahrungen, die bis heute nachwirken können. Oft sprichst du freier und assoziativer, also weniger entlang eines festen Alltagsproblems. Ziel ist es, tiefere Zusammenhänge zu erkennen und langfristige Veränderungen möglich zu machen. Je nach Setting findet die Therapie im Sitzen oder auch im Liegen statt.

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Systemische Therapie

Schaut vor allem auf Beziehungen und dein Umfeld.

Hier wird nicht nur auf dich allein geschaut, sondern auch auf dein Umfeld: zum Beispiel Familie, Partnerschaft, Freundeskreis oder Arbeit. Im Fokus stehen Beziehungen, Rollen, Kommunikation und wiederkehrende Muster zwischen Menschen. Gleichzeitig schaut die Therapie stark auf Ressourcen, also auf das, was schon trägt und helfen kann. Wichtige Bezugspersonen können dabei auf Wunsch oder je nach Situation einbezogen werden.

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Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

Versteht die tieferen Ursachen, aber mit mehr Fokus auf aktuelle Probleme.

Diese Therapie verbindet Tiefe mit stärkerem Fokus auf dein heutiges Leben. Du erzählst meist viel aus deinem Erleben, deinen Beziehungen und den Themen, die dich aktuell belasten. Gemeinsam wird geschaut, welche unbewussten Konflikte oder früheren Erfahrungen darin mitwirken. Anders als in der Psychoanalyse geht es meist gezielter um aktuelle Beschwerden, wiederkehrende Muster und darum, diese besser zu verstehen und im Alltag zu verändern.

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Verhaltenstherapie

Arbeitet am konkretsten und praktischsten im Hier und Jetzt.

Hier geht es besonders konkret, strukturiert und alltagsnah zu. Gemeinsam schaut ihr darauf, welche Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen deine Belastung auslösen oder aufrechterhalten. Daraus werden klare Therapieziele und praktische Schritte entwickelt. Typisch sind konkrete Übungen, neue Strategien und manchmal auch kleine Aufgaben zwischen den Sitzungen, damit Veränderung nicht nur verstanden, sondern im Alltag ausprobiert wird.

Vergleich auf einen Blick

vs.
Verhaltenstherapie Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie Analytische Psychotherapie (Psychoanalyse) Systemische Therapie
Grundidee Veränderung problematischer Gedanken und Verhaltensweisen durch gezielte Übungen Bewusstmachung unbewusster Konflikte aus der Lebensgeschichte Tiefgreifende Analyse unbewusster Strukturen, Träume und Übertragungsphänomene Fokus auf Beziehungsmuster, Familienstrukturen und soziale Systeme
Typische Dauer 25–80 Sitzungen 25–100 Sitzungen 80–300 Sitzungen 25–48 Sitzungen
Sitzungsfrequenz 1x pro Woche 1x pro Woche 2–3x pro Woche 1x pro Woche oder seltener
Methoden Exposition, kognitive Umstrukturierung, Verhaltensexperimente Freies Assoziieren, Fokus auf aktuelle Konflikte, Traumaarbeit Freies Assoziieren, Traumdeutung, intensive Übertragungsanalyse Genogramm, Zirkuläres Fragen, Reframing, Skulpturarbeit
Besonders geeignet bei Angststörungen, Depressionen, Zwänge, PTBS, Essstörungen Persönlichkeitsstörungen, chronische Depressionen, Beziehungsprobleme Tiefgreifende Persönlichkeitsveränderung, komplexe Neurosen Familienkonflikte, Jugendliche, Paartherapie, Essstörungen
GKV-Kostenübernahme Ja Ja Ja Ja
Wissenschaftliche Evidenz Sehr hoch (meistuntersuchtes Verfahren) Hoch Mittel Hoch (für bestimmte Störungsbilder)

* Alle Angaben sind Richtwerte. Tatsächliche Stundenanzahl hängt vom Einzelfall ab. Alle vier Verfahren werden von der GKV übernommen.

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